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(Artikel * 2003) Schmidinger, Thomas
Kosmopolitische Wucherer Gibt es in Asien, Afrika und Lateinamerika Ressentiments, die dem Antisemitismus gleichen?
in iz3w Nr. 273 * Seite 19 - 21
Themen: Antisemitismus; Minderheit * Afrika; Asien; Lateinamerika * Mexiko; Indonesien; Uganda * Dok-Nr: 142751
Antisemitismus

Kosmopolitische Wucherer
Gibt es in Asien, Afrika und Lateinamerika Ressentiments, die dem Antisemitismus gleichen?

Das Ausmaß der Judenverfolgung durch die Deutschen in Europa ist welthistorisch unübertroffen. Gewaltförmige Ressentiments gegen Minderheiten, die mit Handel oder Kreditwesen assoziiert werden, gab und gibt es aber auch gegen nichtjüdische Gruppen. Beispiele aus Indonesien, Mexiko oder Uganda belegen, wie die Verwerfungen der kapitalistischen Moderne in Gewalt gegen ChinesInnen oder InderInnen münden.

von Thomas Schmidinger

Welche strukturellen Gemeinsamkeiten hat der Antisemitismus mit den Feindseligkeiten gegenüber anderen, nichtjüdischen Minderheiten, die ebenfalls der Zirkulationssphäre (Handel, Kreditwesen usw.) zugeordnet werden? Diese Frage lässt sich nicht ohne eine Analyse der sozioökonomischen Ursachen des Antisemitismus und Vergleiche etwa zu den Pogromen an ArmenierInnen und AssyrerInnen im Osmanischen Reich oder gegen ChinesInnen in Indonesien beantworten. Solche Vergleiche beinhalten immer die Gefahr der Gleichsetzung und damit auch der Verharmlosung und Relativierung des historisch Einmaligen, der Shoah. Solange jedoch die gesellschaftlichen, psychologischen und ökonomischen Bedingungen, die zur Shoah geführt haben, nicht aus der Welt geschafft sind, ist es trotz aller Problematik notwendig, in die kritische Analyse des deutschen und europäischen Antisemitismus Vergleiche zu Projektionen auf Minderheiten in anderen Weltgegenden einfließen zu lassen.
Dazu ist es zunächst notwendig zu bestimmen, was mit Antisemitismus gemeint ist. Der Begriff entstand erst im 19. Jahrhundert und bezeichnet eine grundlegende Judenfeindschaft, die sich aus dem alten christlichen Judenhass entwickelt hatte und heute als »moderner Antisemitismus« bezeichnet wird. Vom christlichen Antisemitismus unterscheidet sich dieser durch die Definition von Jüdinnen und Juden als (Gegen-)Rasse. Gemäß dieser Ideologie blieben Jüdinnen und Juden ihr Leben lang jüdisch, selbst wenn sie zum Christentum konvertierten. Ein weiteres wichtiges Element des modernen Antisemitismus ist die Zuordnung von Jüdinnen und Juden zur Zirkulationssphäre des Kapitalismus. Damit verbunden ist die Identifikation von Jüdinnen und Juden mit allen als negativ empfundenen Ausformungen der Moderne.

Frühe Ariernachweise
Diese Zuschreibungen des modernen Antisemitismus hatten im christlichen Antisemitismus durchaus Vorläufer. Bereits nach der Zerstörung des letzten muslimischen Reiches in Andalusien 1492 wurden nicht nur Juden (und Muslime), sondern auch zum Christentum konvertierte ehemalige Juden verfolgt, ebenso wie Christen, die Nachkommen von Juden waren. Es war der in Spanien entstandene Jesuitenorden, der mit dem seit 1598 vorgeschriebenen Nachweis von ?Judenreinheit? bis in die fünfte Generation erstmals eine frühe Form des »Ariernachweises« verlangte.
Bereits im Hochmittelalter ? also noch vor der Entwicklung moderner kapitalistischer Produktionsverhältnisse ? wurden Juden mit Geldgeschäften, mit dem Abstrakten in Verbindung und in Gegensatz zur konkreten, ?produktiven? Arbeit gebracht. Bernhard von Clairvaux, der geistige Führer des Zweiten Kreuzzugs (der wie der Erste vor allem auch ein Kreuzzug gegen die Juden war), bezeichnete in seinen Predigten das Geldverleihen gegen Zinsen mit dem Wort »judaisieren« (lat. iudaicare). Solche Ansätze, die bereits mit der aus der christlichen Legende des Gottesmordes stammenden Allmachtsvorstellung von den Juden verbunden waren, wurden im modernen Antisemitismus zum durchschlagenden und primären Element einer zunehmend systematisierten, geschlossenen Ideologie radikalisiert.
Der moderne Antisemitismus ist zwar nicht ohne den Rassismus (im Sinne einer Biologisierung von Differenz) denkbar, allerdings nicht einfach mit ihm identisch oder als ?Rassismus gegen Jüdinnen und Juden? beschreibbar. Vielmehr ist er eng mit der Entwicklung des Kapitalismus verbunden. Diese brachte einen Antikapitalismus hervor, der dort nach Schuldigen und Trägern personaler Herrschaftsverhältnisse sucht, wo es diese im Gegensatz zum Feudalismus nicht mehr gibt. Adorno und Horkheimer fassten die Konsequenzen der Personalisierung moderner gesellschaftlicher Verhältnisse so zusammen: »Während es der Herrschaft ökonomisch nicht mehr bedürfte, werden die Juden als deren absolutes Objekt bestimmt, mit dem bloß noch verfahren werden soll.« Den Unterschied zwischen rassistischer Ausbeutungs- und Unterdrückungspolitik gegenüber als minderwertig gedachten AfrikanerInnen oder AraberInnen und dem letztlich auf Vernichtung abzielenden modernen Antisemitismus beschrieben Adorno und Horkheimer noch ganz in den Worten ihrer Zeit: »die Neger will man dort halten wo sie hingehören, von den Juden aber soll die Erde gereinigt werden, und im Herzen aller prospektiven Faschisten aller Länder findet sich der Ruf, sie wie Ungeziefer zu vertilgen, Widerhall.«1
Wird die Wertschöpfung in der Produktion nicht als eigentlicher Ursprung kapitalistischer Ausbeutung erkannt, sondern lediglich in der Zirkulation vermutet, richtet sich die Wut gegen jene, die mit der Zirkulation in Verbindung gebracht werden. In der entstehenden modernen bürgerlichen Ideologie ist »die Verantwortlichkeit der Zirkulationssphäre für die Ausbeutung« somit »gesellschaftlich notwendiger Schein«.2 Hiermit stellt sich die Frage, ob einige der antisemitischen Zuschreibungen nicht auch anderen Minderheiten zugewiesen werden können, die ähnlich wie die europäischen Juden in der Zirkulationssphäre eingesperrt waren. Oder anders gefragt: kann sich auch in anderen als europäischen Kontexten, auf einer ähnlichen Stufe eines peripher entwickelten Kapitalismus, ein Ressentiment entwickeln, das dem Antisemitismus gleicht?

Schuld an der Krise
Es gibt einige Beispiele, die eine solche These untermauern. Die Zuordnung einer Minderheit zur Zirkulationssphäre und der Vorwurf, Angehörige eines kosmopolitischen Netzes zu sein, das die Nation unterwandern und schädigen wolle, spielten bereits im späten Osmanischen Reich Anfang des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Mit den Jungtürken errang eine nationalistische Gruppierung die Macht, die ihre antiarmenische, antiassyrische und antigriechische Politik bereits auf einer Tradition von Pogromen und Ausschreitungen aufbauen konnte, die bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Die Jungtürken organisierten einen wirtschaftlichen Boykott gegen Nichtmuslime und richteten damit hunderte kleine griechische und armenische Kaufleute zugrunde. Begleitet wurde dies von einer »intensiven Propaganda gegen die nichttürkischen, christlichen ?Ausbeuter? und ?Blutsauger? der Muslime«.3 Diese leitete die Vertreibung und Vernichtung der armenischen und assyrischen Minderheit im Jahre 1915 ein, der eine Million Menschen zum Opfer fielen.
Die Pogrome gegen ChinesInnen in Indonesien 1963 weisen ähnliche Muster auf.4 Weil ihnen ähnlich wie der Mehrheit der Juden in Europa der Landbesitz verboten war, sahen sich die ChinesInnen bereits während der niederländischen Kolonialzeit gezwungen, in Berufe auszuweichen, in denen die einheimische Bevölkerung bis dahin nicht tätig war, insbesondere im Handel. Den Kolonialherren diente die chinesische Minderheit auch als Vermittlerin zur einheimischen Bevölkerung. Vermischungen aber wurden von der Kolonialmacht verhindert. ChinesInnen mussten sich auf eine von der niederländischen Kolonialmacht festgelegten Art und Weise kleiden und wurden zunehmend in eigenen Stadtvierteln isoliert. Als Händler und Geldverleiher gelangen einigen von ihnen wirtschaftliche Erfolge, was im späten 19. Jahrhundert zu einer Änderung der Kolonialpolitik führte. Die Niederländer schrieben ihnen fortan vor, in welchen ökonomischen Sektoren sie sich betätigen durften.
Im Zuge der antikolonialen Kämpfe wurde die chinesische Minderheit zunehmend mit dem Stigma des antinationalen Kosmopolitismus versehen. Obwohl auch ChinesInnen an den antikolonialen Bestrebungen teilnahmen, wurden sie zunehmend als »unindonesisch« wahrgenommen. Trotz der 1959 erfolgten Verstaatlichung von niederländischen Firmen und Banken durch den ersten indonesischen Präsidenten Sukarno und der Einführung diskriminierender Gesetze gegen ChinesInnen, blieb der Handel weiterhin chinesisch dominiert. 1963 entlud sich der Protest gegen Preissteigerungen in antichinesischen Ausschreitungen. Nach der Machtübernahme von General Suharto wurde die Zuschreibung des wuchernden Händlers noch durch ein weiteres Muster, das aus dem europäischen Antisemitismus bekannt ist, ergänzt: Die chinesische Minderheit wurde mit den Aktivitäten der Indonesischen Kommunistischen Partei, der stärksten asiatischen KP außerhalb Chinas, in Verbindung gebracht. ChinesInnen wurden somit zugleich für die Preissteigerungen und den krisengeschüttelten Kapitalismus als auch für den Kommunismus verantwortlich gemacht.
Die Massaker an den indonesischen KommunistInnen 1965, denen insgesamt mehrere hunderttausend Menschen zum Opfer fielen, trafen neben dem indonesischen Landproletariat auch insbesondere Angehörige der chinesischen Minderheit. Wie bei den antijüdischen Pogromen in Osteuropa fanden die Pogrome gegen ChinesInnen in Indonesien als Zusammenspiel zwischen Mob und Elite statt.5 Angesichts der ökonomischen Aufwärtsentwicklung beruhigte sich die Lage seit den 70er Jahren wieder. Mit Beginn der Asienkrise 1997 kam der latente Hass allerdings erneut zum Vorschein. Die antichinesischen Pogrome, die 1998 auf die Krise folgten, führten zum Mord an über tausend ChinesInnen. Mehr als 2.000 chinesische Geschäfte wurden geplündert. Massenvergewaltigungen chinesischer Frauen wurden teilweise mit Duldung oder direkter Mitwirkung des Militärs organisiert. Wieder wurde das Zusammenspiel von Mob und Elite sichtbar.
Der Autor Franz Naetar analysiert die Parallelen zwischen den antijüdischen Pogromen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie sie Léon Poliakov in seiner »Geschichte des Antisemitismus« beschrieben hat, und den antichinesischen Ausschreitungen wie folgt:

? Im Regelfall bedarf es des Zusammenspiels des Staates oder Teilen des Staates mit dem Mob, damit es zu einem Pogrom kommt.
? Virulent wird der Hass in einer politisch und/oder ökonomischen Krise.
? Es gibt eine historisch entstandene und hergestellte Möglichkeit, eine »rassisch« oder »kulturell« konstituierte Gruppe als Träger einer sozialen und/oder politischen Funktion zu sehen.
? Die Gruppe ist durch eine imaginierte oder auch reale ökonomische Macht und gleichzeitig politische Ohnmacht gekennzeichnet.
? Die Gruppe wird als eine international zusammenarbeitende »Familie« erlebt (in Asien die so genannten Auslandschinesen), die nicht »wirklich« Teil der Nation sind.
? Es gibt einen hasserfüllten Mob, der bestimmte Rollen in einem sozialen Verhältnis mit einem rassisch kulturellen Bild verbindet.

Pogrom gegen Chinesen
Gegen Juden, und gegen die chinesische Minderheit richteten sich die Aktivitäten mexikanischer AntisemitInnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hier wurden die »kosmopolitischen« ChinesInnen ebenfalls der Zirkulationssphäre zugeordnet und von spanischsprachigen Geschäftsleuten als Konkurrenten bekämpft, während sie der Mob als ausbeuterische und parasitäre Geschäftemacher betrachtete. 1911 kam es in der nordmexikanischen Stadt Torreón zu einem Pogrom, bei dem 300 ChinesInnen ermordet wurden und Geschäfte chinesischer BesitzerInnen geplündert wurden.6 In den 20er Jahren kam es in ganz Mexiko zu weiteren gewaltsamen Angriffen auf ChinesInnen sowie auf Jüdinnen und Juden. Im ganzen Land bildeten sich antisemitische und antichinesische Gruppen. Die wichtigsten von ihnen vereinigten sich 1935 zur Liga Nacionalista Anti-China y Anti-Judia, andere sammelten sich im Comité pro Raza.
Den Chinesen wurde neben Wucher auch vorgeworfen, Krankheiten zu verbreiten, die sie über ihre Produkte an die Bevölkerung weitergaben. Auf Druck der antichinesischen und antisemitischen Vereinigungen erließ der Bundesstaat Sonora Anfang der 20er Jahre sogar eine Einwanderungssperre für ChinesInnen. Die antichinesischen und antisemitischen Gruppen konnten zwar nie auf die Unterstützung der gesamten mexikanischen Regierung zählen, sehr wohl aber auf einzelne Minister und Teile der Bourgeoisie. Als große faschistische Partei entstand schließlich die Acción Revolucionaria Mexicanista, die so genannten »Camisas Doradas« (Goldhemden), die gleichermaßen gegen Juden, Chinesen und Kommunisten hetzten und diese miteinander in Verbindung brachten.
Aber nicht nur ChinesInnen konnten Opfer solcher Projektionen werden. In Ostafrika, insbesondere in Uganda, hatte die britische Kolonialmacht indische ArbeiterInnen angesiedelt, da die lokale Bevölkerung mit ihrer Subsistenzlandwirtschaft nicht so ohne weiteres für die Plantagenarbeiten zu gewinnen war. Nach der Auflösung der Plantagen konnten viele InderInnen fast nur noch im Handel ihr Auskommen finden. Auch sie wurden schließlich mit der Zirkulationssphäre in Verbindung gebracht und für die Krisenerscheinungen des Kapitalismus verantwortlich gemacht. Die indische Minderheit wurde in Uganda zunehmend als »fremdrassig« wahrgenommen. Unter Idi Amin, der eine rücksichtslose Politik der »Afrikanisierung« verfolgte, weiteten sich die Ausschreitungen gegen InderInnen aus. 1972 ließ Amin innerhalb von drei Monaten rund 50.000 InderInnen vertreiben.
Diese Beispiele, so unterschiedlich sie im Detail auch sein mögen, zeigen ein gemeinsames Muster. So kann mit wenigen Einschränkungen auch für andere Bevölkerungsgruppen, die mit der Moderne und der Zirkulation verbunden werden, gesagt werden, was Moishe Postone über Jüdinnen und Juden schreibt. Denn auch diese Gruppen werden »für ökonomische Krisen verantwortlich gemacht und mit gesellschaftlichen Umstrukturierungen und Umbrüchen identifiziert, die mit der raschen Industrialisierung einhergehen: explosive Verstädterung, der Untergang von traditionellen sozialen Klassen und Schichten, das Aufkommen eines großen, in zunehmendem Maße sich organisierenden industriellen Proletariats. Mit anderen Worten: Die abstrakte Herrschaft des Kapitals, wie sie besonders mit der raschen Industrialisierung einhergeht, verstrickte die Menschen in das Netz dynamischer Kräfte, die, weil sie nicht durchschaut zu werden vermochten, in Gestalt des ?Internationalen Judentums? wahrgenommen wurden.«7
Weil Antisemitismus nicht eine Folge des realen Verhaltens von Jüdinnen und Juden ist, sondern auf den von Postone skizzierten Projektionen beruht, ist davon auszugehen, dass dem Antisemitismus gleichende Denk- und Handlungsmuster auch gegen nichtjüdische Bevölkerungsgruppen gerichtet werden können. Wer diese analysieren, kritisieren und bekämpfen will, muss die Gesellschaft betrachten, die diese Ressentiments hervorbringt, und nicht die Gruppe, gegen die sie gerichtet sind.


Anmerkungen:

1 Theodor W. Adorno/ Max Horkheimer: Dialektik der Aufklärung, Frankfurt am Main 2001, beide Zitate S. 177

2 ebd., S. 183

3 Hans-Lukas Kieser / Dominik J. Schaller: Völkermord im historischen Raum 1895-1945; in: dies.: Der Völkermord an den Armeniern und die Shoah, Zürich 2002, S.20

4 vgl. zum folgenden Franz Naetar: Welche politische Bedeutung hat der Antisemitismus heute? in der Zeitschrift Grundrisse: www.unet.univie.ac.at/~a9709070/7antisemitismus.htm

5 vgl. Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, München 2003

6 Alicia Gojman De Backal: Camisas, escudos y desfiles militares. Los Dorados y el antisemitismo en México, 1936-1940. Fondo Cultural de Economía, México 2000: S. 158

7 Moishe Postone: Anti-Semitism and National Socialism, in: A. Rabinbach and J. Zipes (eds.), Germans and Jews Since the Holocaust, New York, Holmes and Meier, 1986. Der Aufsatz wurde mehrmals ins Deutsche übersetzt und ist u.a. unter http://open-lab.org/jk-world/themen/Moishe.htm nachzulesen.


Thomas Schmidinger ist Politikwissenschafter und Redakteur der in Wien erscheinenden Zeitschrift Context XXI. In Kürze erscheint im Peter Lang-Verlag sein Buch über die ArbeiterInnenbewegung im Sudan.