Turbulenzen
Tiger zu Bettvorlegern
Die Asienkrise und das Ende der »Nachholenden Entwicklung« in Südkorea
von Bruce Cumings
Zu Zeiten des Kalten Kriegs hatten die USA den Neo-Merkantilismus Japans und Südkoreas im Wirtschaftsraum Südostasien gestützt. In der Ära der freien Märkte und des weltweiten Neoliberalismus sind die einstigen Modelle ostasiatischen Wachstums zu bloßen Konkurrenten geworden. Ihre Liquiditätskrise bedeutet nicht zuletzt das Ende der »Nachholenden Entwicklung« japanisch-koreanischen Typs.
Noch vor einigen Jahren schien Japan, der Pionier der »Nachholenden Entwicklung«, zur regionalen Führungsmacht des Pazifiks zu avancieren.1 Zusammen mit Südkorea und Taiwan war in der ostasiatischen Region vor allem Japan an die lange Ära der Blockspaltung angepaßt. Das Land war seines militärischen und politischen Machtpotentials beraubt und spezialisierte sich dank amerikanischer Förderung auf die Wirtschaft. Die Aufgabe der Zwangsausübung in der Region delegierten die USA an die autoritären Staatssysteme von Taiwan und Südkorea, die beide über gigantische Armeen verfügten, zu deren Ausstattung und Unterhalt sie auch unmittelbar über Mittel der amerikanischen Entwicklungshilfe verfügten. Diese Staatsapparate komplettierten die regionale Konfiguration, indem sie Japan vor einem aufgeblähten Militärbudget bewahrten. Gleichzeitig waren die drei aufstrebenden Staaten durchdrungen von US-amerikanischem Einfluß. Sie waren damit zugleich »stark« und »schwach«.2 Wenn also der »Entwicklungsstaat« ? d.h. eine nationale Industriestrategie, in der staatliches Kapital und staatliche Planung in große exportorientierte, privat geführte Firmenkonglomerate fließt ? die ostasiatische Antwort auf die »Entwicklungsfrage« war, dann stellt dieser zum einen selbst kein originäres Modell dar, sondern folgte aus Europa übernommenen Konzepten. Zum anderen war der ostasiatische Weg nur möglich in einem durch die USA und gleichzeitig vor den USA geschützten Wirtschaftsraum im Zeichen des Kalten Krieges. Dieser Schutz wurde begleitet von einem fast unbemerkten Zwang, mit dem die USA alliierte Staaten sowohl militärisch als auch lange technologisch und finanziell in Abhängigkeit hielten. Angesichts der Revolutionen auf dem asiatischen Festland setzten die USA deutliche Grenzen, deren Überschreitung ? beispielsweise eine Orientierung Seouls oder Tokios zum sowjetischen Block ? unvorstellbar war und unverzüglich in die Krise geführt hätte.
Die wesentliche Erfahrung Nordostasiens in der Nachkriegsperiode war also eine alternative Form der politischen Ökonomie, die in ein hegemoniales Netz eingebunden ist. Japan, Südkorea und Taiwan industrialisierten sich innerhalb dieses Netzes. Sie waren halb-souveräne Staaten, die »stark« waren in bezug auf ihren Weg der Industrialisierung, aber »schwach« aufgrund des Netzes, in dem sie sich nur bewegen konnten.3 Die materiellen Grundlagen dieser beschützten Unabhängigkeit sind bemerkenswert: Die direkten Auslandsinvestitionen ? in Lateinamerika eine der Grundlagen der Abhängigkeit ? blieben erstaunlich niedrig: Mitte der 90er Jahre betrugen sie 0,4 % des BIP in Japan und 2,5% in Korea.4
Mit dem Ende des Kalten Krieges verschwand die amerikanische Duldsamkeit gegenüber dem Neo-Merkantilismus der ostasiatischen Verbündeten. Seit 1993 gilt die »Clinton-Doktrin« einer aggressiven Außenwirtschaftspolitik, die darauf zielt, Exporte zu fördern und gezielt Wirtschaftsbereiche für amerikanische Güter und Investitionen zu öffnen. Dabei ziehen die USA nun die Tugenden eines multilateralen Ökonomismus den Lastern des direkten Zwangs und der Intervention vor. So haben IWF und die Weltbank aus US-Perspektive gewaltig an Nützlichkeit gewinnen können, und sogar der Bretton-Woods-Mechanismus ersteht in Form der Welthandelsorganisaton (WTO) wieder auf.
Aufstieg und Fall der Korea-AG
In der jüngsten asiatischen Liquiditätskrise war den USA und dem IWF daran gelegen, das historische Kapitel abzuschließen, in dem die beschützten Staaten der »Nachholenden Entwicklung« prosperieren konnten. Südkorea ist ein exemplarischer Fall für diese These. Lange galt das Land als Wunderkind der Industrieentwicklung, wurde ? insbesondere von wichtigen japanischen Stellen ? als höchst kreditwürdig eingestuft und konnte die reichhaltigen Kreditmöglichkeiten, die japanische und westliche Banken boten, bis zur Neige ausschöpfen. Noch im Dezember 1996 hatte sich Präsident Kim Young Sam auf dem Höhepunkt einer Welle der Popularität befunden, weil er die beiden vorangegangenen Militärdiktatoren in die Wüste geschickt und stolz erklärt hatte, daß Südkorea nunmehr als fortgeschrittene Ökonomie gelten könne und durch den OECD-Beitritt erwachsen geworden sei.
Anfang 1997 schockierten dann heftige Arbeiterproteste die koreanische Elite und machten Kim Young Sam für den Rest des Jahres zur lahmen Ente. Weiter geschwächt wurde er, als die gigantische Stahlfirma Hanbo unter der Last von sechs Milliarden Dollar fauler Kredite zusammenbrach ? manche dieser Anleihen waren mithilfe der politischen Intervention von Präsident Kims Sohn arrangiert worden, der bald darauf festgenommen wurde. Abgeschwächte Kontrollen im Finanzsektor förderten nun aber weitere Anleihen bei japanischen und westlichen Banken. Und die ausländischen Bankiers stolperten schier übereinander in dem Drang, Geld auszuteilen: »Wir standen alle Schlange, um zu versuchen, diesen Ländern bei der Kreditaufnahme zu helfen«, sagte Klaus Friedrich, der Chefökonom der Dresdner Bank. »Wir trafen uns immer alle an denselben Orten«. Korea wurde besonders begünstigt, denn ein ausländischer Kredit für eine koreanische Firma war »... das Gleiche, wie wenn man der Regierung etwas geliehen hätte«, sagte Vivien Levy-Garboua von der Banque National de Paris ? »er war ein Kredit an die Korea AG.«
Im Herbst 1997 nutzten die USA dann die offenkundig gewordene Liquiditätskrise Südkoreas5, den koreanischen »Entwicklungsstaat« in eine amerikanisch definierte Normalität umzuformen. In den Personen von Finanzminister Rubin, Vizeminister Summers und dem Vorsitzenden der Federal Reserve, Greenspan, sorgten sie in engem Zusammenspiel mit dem IWF entscheidend dafür, daß Japans Versuch, einen asiatischen Fond zu bilden, um bedrohte Banken zu retten, abgewehrt wurde und die Forderung nach weitgehenden Strukturreformen als Gegenleistung für Rettungsaktionen des IWF aufgestellt wurde.
Zuvor hatte Kim Young Sams Regierung verzweifelt versucht, eine Rettungsaktion des IWF bis nach der Präsidentenwahl vom 18. Dezember aufzuschieben und bemühte sich statt dessen um japanische Unterstützung. Mitte November forderte der südkoreanische Finanzminister Lim Chang Ryul Japan öffentlich zum Eingreifen auf: »Wenn die koreanische Wirtschaft in Schwierigkeiten kommt, geht es der japanischen Wirtschaft genauso.« Washington bestand jedoch auf einer raschen Rettungsaktion während der Wahlkampagne, um so alle Kandidaten zu zwingen, sich zu Zustimmung oder Ablehnung des Programms zu offenbaren. Summers, der später als »moderne Variante von General Douglas Mac Arthur« bezeichnet wurde, weil er Asien gemäß den amerikanischen Interessen umforme, reiste nach Seoul und erklärte, daß »finanzielle Unterstützung nur im Kontext eines IWF-Programms gewährt werden sollte«. Nach einer langen Verhandlungsrunde, an der Finanzminister Rubin und das IWF-Team teilnahmen, wurde eine Vereinbarung über eine Rettungsaktion mit dem Gesamtumfang von 57 Mrd Dollar getroffen. Das Paket bestand aus einem 21-Mrd-Dollar stand-by-Kredit des IWF, 10 Mrd von der Weltbank und 4 Mrd von der asiatischen Entwicklungsbank. Die USA, Japan und andere Länder sollten weitere 22 Mrd beisteuern.
Nach der Rettungsaktion schimpften einflußreiche Analysten auf ein Entwicklungsmodell, das während der Jahrzehnte autoritärer Regimes Washingtons Augapfel gewesen war. Der stellvertretende Direktor des IWF, Stanley Fischer, sagte, eine wirkliche Restrukturierung wäre »innerhalb des koreanischen Modells oder des Japan-AG-Modells« nicht möglich. »Die koreanische Führung hängt an ökonomischen Idealen, die aus einer Diktatur der 60er Jahre stammen«, schrieb ein Leitartikler im Wallstreet-Journal.
Der IWF verlangte als Gegenleistung für das 57-Milliarden-Dollar Paket dann auch eine drastische Umstrukturierung. Das IWF-Abkommen zielt unmittelbar auf das Modell der Korea-AG: Das Land habe einen »hochsubventionierten Sektor von Großkonzernen, der keine effektive Marktdisziplin aufweise« mit einer so hohen Verschuldungsrate im Vergleich zum Eigenkapital, daß die meisten »chaebôls«6 technisch gesehen zu jeder Zeit bankrott waren. Leicht zugängliche Kredite hätten zu »exzessiven Investitionen in bestimmten Sektoren wie Stahl und Autos geführt«. Korea müsse »den Finanzsektor restrukturieren und rekapitalisieren und ihn transparenter machen, mehr marktorientiert und besser überwacht.« Außerdem sollten die Erwartungen hinsichtlich der Wachstumsrate von sechs Prozent auf drei Prozent halbiert und die Höchstgrenze für Auslandsinvestitionen in koreanische Firmen von 26 Prozent auf 50 Prozent angehoben werden. Zusammenschlüsse mit ausländischen Firmen und der Verkauf von Firmen an Ausländer sollten erleichtert, der inländische Markt ? besonders der Kapital- und Automobilmarkt ? geöffnet und eine Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt geschaffen werden, die gewaltige Massenentlassung ermöglicht. Die Regierung solle die Staatseinnahmen erhöhen, indem sie die Steuern und Zinssätze erhöhte und die Staatsausgaben senkte. Große Finanzinstitutionen sollten von jetzt ab von international anerkannten Firmen überwacht werden und die stark diversifizierten »chaebôls« aufhören, sich gegenseitig Kredite zu garantieren und andere interne Abmachungen zu treffen. Die koreanischen Vertreter plädierten dafür, in das Reformpaket Maßnahmen gegen die Arbeiterbewegung aufzunehmen ? in der Hoffnung, daß der IWF für Kim Young Sam tun könnte, was dieser nicht selbst tun mochte.
Es ist eine Ironie der südkoreanischen Geschichte, daß die schlimmste Wirtschaftskrise in der Geschichte des Landes ausgerechnet zu dem Zeitpunkt auftrat, als die koreanische Bevölkerung sich anschickte, den Dissidenten Kim Dae Jung zum neuen Präsidenten zu wählen. Kim verkörperte den mutigen und zähen Widerstand in den Jahrzehnten der Diktatur, die Korea ebenso geprägt hat wie das rasche Wirtschaftswachstum. Die koreanische Demokratie ist von unten nach oben gewachsen und kostete unzählige Opfer. Auch wenn kein »perfekt demokratisches System« entstanden ist, existiert mittlerweile doch eine bemerkenswerte Zivilgesellschaft, die die üblichen Stereotypen über asiatische Kultur und asiatische Werte Lügen straft. Paradoxerweise ist es nun diese in der Opposition herangereifte Zivilgesellschaft, die Washington und den IWF in die Lage versetzt, ihre Interessen in Korea durchzusetzen. Die Wahl Kims hat Kreise an die Macht gebracht, die seit langem schon die Verbindung von Staat und Banken angeprangert haben und die, wie der neue Präsident, lange Zeit zu den Opfern dieses Systems zählten ? einer Diktatur, die von den USA gestützt worden war.
China als neuer Garant für Stabilität
Zur Zeit des kalten Krieges, als Südkorea ein wichtiger Verbündeter und Frontstaat war, wäre eine finanzielle Rettungsaktion mit der vorrangigen Betonung von Sicherheitsfragen verbunden worden ? wie zum Beispiel 1983, als Reagan und Premierminister Nakasone sich über ein 4-Mrd-$-Paket für Seoul einigten, ein Betrag, der damals 10% der Schulden des Landes betrug. Aber die nordostasiatische Variante der »Nachholenden Entwicklung« funktionierte nur, solange Japan und Korea abgeschottete Volkswirtschaften waren. Heute stellen die scheinbar autonomen »asiatischen Tiger«, die innerhalb eines großzügigen hegemonialen Netzes 30 Jahre prosperiert haben, fest, daß sie abhängig geworden sind und einem kaum durchschauten Mechanismus ausgesetzt sind, der ihre gesamte Gesellschaft und Wirtschaft unter globale Jurisdiktion stellt. Starke konservative Kräfte in Südkorea und Japan kämpfen jetzt darum, gegen das Evangelium des IWF zu bewahren, was sie als ihren sozialen Nachkriegskonsens und ihre Zivilisation begreifen. Andere, wie der frühere Premierminister Lee Hong Koo ? mittlerweile koreanischer Botschafter in Washington ? erklären: »Das Modell ist jetzt klar: es ist nicht Japan, es ist der Westen. Die jetzige Krise hat fast alle davon überzeugt, daß der alte Stil nicht funktioniert.« Sogar Nordkorea hat jüngst die Weltbank aufgefordert, seine Experten in kapitalistischer Wirtschaft auszubilden.
Der Einbruch der Tigerstaaten zeigte endgültig, daß die alte regionale Konfiguration von Washingtons Gnaden wackelig und anachronistisch sowie für die Hegemonialmacht unvorteilhaft geworden war. Schließlich tobte die Asienkrise zu einem Zeitpunkt durch die Region, zu dem der Weltmarkt fast den gesamten Globus umfaßt, nachdem hunderte Millionen Menschen in China und den früheren Gebieten des Sowjetblocks hinzugekommen sind. Die US-Amerikaner nehmen inzwischen das »kommunistische« China als einen Anker der Stabilität in Ostasien wahr. Rubin und Clinton lobten Peking während Clintons Besuch im Juni 1998 dafür, daß es seine Währung stabil gehalten habe.7
Mittlerweile kritisieren zwar auch Befürworter des »freien Marktes« den IWF, und internationale Manager fragen sich, ob Billionen herumvagabundierender Dollars nicht ins finanzielle Chaos führen. Daraus erwächst jedoch ein Ruf nach neuerlicher globaler Regulierung und einer internationalen makro-ökonomischen Politik zur Stabilisierung. So versuchen nun die führenden Industriestaaten, allen voran die USA, mit den großen internationalen Organisationen jedermann hegemoniale Regeln aufzuzwingen, und auf diese Weise »gleiche Startbedingungen« ? allerdings unter den Bedingungen fortgesetzter struktureller Ungleichheit und Hierarchie ? zu schaffen. Den Ausgang dieses Spiels demonstriert die Geschichte Südkoreas.
Der Text ist eine stark gekürzte und redaktionell überarbeitete Fassung aus der britischen Zeitschrift New left review, Nr. 231, sept./oct. 1998. Übersetzung: Christian Neven-du Mont
Anmerkungen:
1 Siehe zu Entwicklung und Machtkonstellation in der Region den Themenschwerpunkt in: iz3w Nr. 204, März 1995
2 E. Wallerstein: »Staaten sind in einer Hierarchie effektiver Macht angesiedelt, die man weder nach der Größe und Kohärenz ihrer Bürokratien und Armeen messen kann, noch an ihren eigenen ideologischen Definitionen, sondern an ihrer tatsächlichen Kapazität im Laufe der Zeit, die Konzentration des akkumulierten Kapitals innerhalb ihrer Grenzen zu fördern im Vergleich zur Kapazität rivalisierender Staaten«. Diese Staaten sind auch nicht als völlig souverän anzusehen, denn »die bloße Existenz dieser Hierarchie bildet die größte Einschränkung«. So sieht Polanyi im Entstehen des Weltmarkts die Ablösung wirtschaftlicher Verhältnisse von den sozialen und die Unterordnung der Gesellschaft unter wirtschaftliche Imperative ? der unregulierte Markt sondert sich ab und wird eine Macht über der Gesellschaft und vielleicht auch dem Staat.
3 Nordkorea und China definierten sich außerhalb des Netzes. Auch sie entwickelten »starke« Staaten ? »stark« und »total«. Am Ende des Jahrhunderts werden jedoch beide in das Netz hineingezogen. Das erhärtet die These, daß staatliche Maschinerien in das Weltsystem eingebettet, daß ihre Autonomie innerhalb dieses Systems begrenzt ist und daß die spezifischen institutionellen Formen, die Staaten auf der ganzen Welt annehmen, nicht losgelöst von der Funktionsweise des Ganzen verstanden werden können. Dieses Ganze nannte Marx »das größte Terrain« ? den Weltmarkt.
4 Zum Vergleich: China 20 %, Taiwan 7,4 %, USA 8,5 %, Großbritannien 30 %
5 Im November behauptete der Gouverneur der Bank von Korea, daß die ungedeckten kurzfristigen Kredite nur 20 Mrd $ betrügen, während private Analysten die Zahl bei bis zu 80 Mrd $ ansetzten. Er behauptete, die Devisenreserven betrügen 31 Mrd $, doch in Wirklichkeit verfügte Korea nur über 6 Mrd $ und die gesamte Summe wurde kurzfristig benötigt, was bedeutet, daß das Land als solches bankrott war: Seoul brauchte seine Reserven mit einer Geschwindigkeit mit 2 Mrd $ pro Tag auf, um Banken zu helfen, die Bargeld benötigten. Zu diesem Zeitpunkt war der Kurs des Won von 800 auf 1000 pro Dollar gesunken.
6 Chaebôls sind südkoreanische Unternehmensgruppen und Großkonglomerate. Ursprünglich bezeichnet der Begriff eine Art Wirtschaftsaristokratie, heute auch Unternehmen, die Tochterunternehmen gründen und großen Einfluß auf Banken und andere Unternehmen ausüben. Nach: Köllner, Patrick (Hrsg.): Korea 1998. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. Institut für Asienkunde Hamburg.
7 Mit der zunehmenden Integration Chinas in den Weltmarkt gewinnt es für die alten Industriestaaten und die Hegemonialmacht USA seit den 90er Jahren an Bedeutung ? nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der geschwächten Position Japans. Wichtiges Motiv der amerikanischen Politik ist es mittlerweile, Chinas Position im Weltmarkt zu formen und zu kanalisieren, um dadurch das Entstehen eines »zweiten Japans« zu blockieren. Dazu fordert Washington vor Chinas WTO-Beitritt tiefgreifende Reformen. |